Zuchtgeschichte
Die Heidschnucken zählen zu den mischwolligen Landschafen. Sie stammen aller Wahrscheinlichkeit nach von den auf Sardinien und Korsika beheimateten Mufflons ab, die Vorfahren der kurzschwänzigen Landschafe sind.
Ursprünglich im grossen Lebensraum der „Heideschafe des Nordens“ beheimatet, haben sie vor allem in Norddeutschland überlebt.
Seit den Achtzigerjahren des vorangehenden Jahrhunderts werden sie auch erfolgreich in der Schweiz gehalten. Der Name Schnucke kommt von schnöckern, das ist Neugier- und Abwechslungsfrass.
Die Heidschnucken sind eine ausgesprochen genügsame Schafrasse. Ihre wichtigsten Eigenschaften sind die Widerstandsfähigkeit und Robustheit.
Heutige Bedeutung
Heidschnucken werden in fast allen Gebieten der Schweiz gehalten, vorzugsweise auf extensivem Grünland im Mittellland und Voralpengebiet. Im Sommer werden sie teilweise auch im Hochgebirge geälpt.
Die Hauptnutzungen sind die Lammfleischproduktion und die Landschaftspflege, insbesondere auch in Schutzgebieten. Sie sind Rohfaserverwerter und vermögen den dürftigen Pflanzenbewuchs voll zu nutzen. Sie eignen sich besonders für die Landschaftspflege. Das Fleisch der Heidschnucken ist bei natürlicher Haltung wildbretartig und weist wenig Faserfett auf. Das Fleisch wird fast ausschliesslich von den Produzenten direkt vermarktet.
Die Wolle kann hauptsächlich zu Filzprodukten verarbeitet werden.