Chronik 2021-2025
2021
Vereinswesen: Neuausrichtung Postversand. Die Kommunikation mit den Mitgliedern soll ab 2021 primär via E-Mail geführt werden. Für Mitglieder ohne E-Mail Adresse wird weiterhin ein Postversand geführt.
Zucht: Neu wird Bruno Saurer das Amt des Zuchtleiters übernehmen. Er löst damit Markus Bolliger als langjährigen Zuchtleiter ab.
Schauen: Die Schau in Brunegg wurde abgesagt. Die Schau in Sigriswil findet statt. Es werden 80 Schnucken bewertet.
Kurse: Im November findet ein Fleischverarbeitungskurs statt.
Agate: Der Bund führt die online Plattform für Schafzüchter ein. Neu sind die Betriebsdaten für jeden Halter online abrufbar.
2022
Das Jahr 2022 war für unseren Verein herausfordernd, insbesondere durch den Beitritt zum Schweizerischen Schafzuchtverband (SSZV). Trotz einigen Schwierigkeiten ist der Start gut gelungen und mit dem Datentransfer Ende August konnte ein wichtiger Schritt abgeschlossen werden. Auch am Expertenkurs des SSZV waren wir mit Bruno Saurer und Fritz Bühler vertreten und konnten dabei einen wertvollen und interessanten Austausch mit anderen Experten pflegen. Insgesamt wurden wir vom SSZV sehr gut aufgenommen und konnten bereits erste Kontakte knüpfen. Mit dem Beitritt erhalten unsere Züchter zudem Zugang zu Sheep Online, einer Plattform mit vielen neuen Funktionen, die es Schritt für Schritt zu entdecken gilt. Damit ein lückenloser Versand und eine einheitliche Ablage der Vereinsdaten gewährleistet werden kann, hat sich der Vorstand dazu entschlossen, das EDV-System der Raiffeisenbank "Clubdesk" anzuschaffen. Mit der Software können alle Bedürfnisse abgedeckt werden. U.a. könnte auch die Homepage zukünftig über die Software geführt werden. Ein besonderes Highlight waren die erstmals durchgeführten drei Schauen, mit denen wir die Wege für die Tiere verkürzen und die Bewertungen für unsere Züchter zugänglicher machen konnten. Dadurch wurden im vergangenen Jahr so viele Tiere wie noch nie bewertet – insgesamt rund 400. An der Hauptversammlung wurde zudem über die bevorstehende schweizweite Sanierung der Moderhinke informiert, die im Herbst 2023 aktiv angegangen wird. Die Sanierung soll flächendeckend erfolgen, wobei alle Betriebe durch den zuständigen Kantonstierarzt kontrolliert werden.
2023
Im Januar fand die erste Vorstandssitzung statt und die Hauptversammlung folgte am 5. Mai bei Spycher Handwerk in Huttwil. Dabei wurde Fritz Bühler nach langjährigem Engagement als Präsident verabschiedet und Peter Reber zu seinem Nachfolger gewählt. Neu in den Vorstand wurden zudem Hans Salvisberg als Vizepräsident und Harry Maurer als Beisitzer gewählt, während die übrigen Vorstandsmitglieder ihre Ämter weiterführen. Im Laufe des Jahres informierte der Vorstand die Mitglieder regelmässig über aktuelle Themen und Entwicklungen. Ein Höhepunkt war der im August von Bruno Saurer durchgeführte Expertenkurs in Tschingel, ganz nach seinem Motto: „Kurz, präzis und nur das Notwendigste.“ Auch die drei Schauen in Gränichen, Pfungen und Sigriswil konnten wiederum durchgeführt werden. Zusammen mit acht Hof-Bewertungen wurden dabei insgesamt 408 Tiere bewertet. An der Swiss-Tier in Luzern waren die Heidschnucken dank Zoe und Urs Blaser mit ihren schönen Tieren ebenfalls vertreten und konnten einem breiten Publikum präsentiert werden. Ein wichtiges Anliegen des Vorstandes war zudem die Anpassung der Mindestanforderungen für Zuchttiere der Sektion A beim SSZV, damit die Aufzuchtleistungsprüfung (ALP) für Heidschnucken weiterhin freiwillig bleibt. Dieser Antrag wurde im Januar 2024 genehmigt und stellt damit einen wichtigen Erfolg für unsere Rasse und auch für andere Landschafrassen dar.
2024
Personelle Veränderungen, wichtigen Entscheidungen und vielen Aktivitäten rund um unsere Heidschnucken prägten das Jahr 2024. Der Verein zählt aktuell 83 Mitglieder, darunter 29 Herdbuchzüchter. An der Hauptversammlung im Mai wurden Zoe Blaser nach ihrem engagierten Einsatz als Aktuarin verabschiedet sowie Annelies und Reto Luginbühl als neue Aktuare in Aufgabenteilung gewählt; zudem übernahm Harry Maurer das Amt des zweiten Zuchtbuchführers und Hans Bracher wurde als neuer Beisitzer in den Vorstand gewählt. Auch im Zuchtwesen gab es Veränderungen: Nach dem Austritt von Sabine Loesgen übernahm Harry Maurer die Führung des Zuchtbuches vollständig, während unser Verein weiterhin über acht Experten verfügt. Ein wichtiger Erfolg war die vom SSZV genehmigte Anpassung der Reglemente, durch welche für unsere Heidschnucken Erleichterungen als „Ausnahmen für Landrassen“ festgehalten wurden. Mit ClubDesk hat sich die Vereinssoftware im zweiten Jahr bewährt und bietet weiterhin zahlreiche Möglichkeiten für die Vereinsverwaltung und die Kommunikation mit den Mitgliedern. Im September und Oktober fanden die Heidschnucken-Schauen und Hofbewertungen statt, bei denen insgesamt 304 Tiere beurteilt wurden. Leider mussten wir im Juni auch Abschied von unserem langjährigen Experten und Vorstandsmitglied der ersten Stunde, Paul Roth, nehmen. Mit dem Start der schweizweiten Moderhinke-Sanierung im Oktober wurde ein weiteres wichtiges Thema für die Schafhaltung lanciert, während sich gleichzeitig die Blauzungenkrankheit in der Schweiz ausbreitete. Zum Jahresende verabschiedeten sich zudem Markus Bolliger und Dan Bolliger als Experten, nachdem sie ihre Schafhaltung aufgegeben hatten – ein ereignisreiches Jahr, das einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig Engagement und Zusammenhalt für unseren Verein sind.
2025
Viele Aktivitäten, wichtigen Weiterentwicklungen und ganz besonders der erfolgreiche Heidschnucken-Import aus der Lüneburger Heide waren die Schwerpunkte im 2025. An der Hauptversammlung im Februar konnte ein ausgeglichenes Budget präsentiert und der Mitgliederbeitrag weiterhin bei 20 Franken belassen werden, während die Moderhinke-Sanierung und die Blauzungenkrankheit wichtige aktuelle Themen waren. Ein Schwerpunkt des Jahres war die lineare Beurteilung und Einstufung (LBE), zu der der Vorstand gemeinsam mit dem SSZV praktische Erfahrungen sammelte und an einer passenden Beurteilung für unsere Heidschnucken arbeitete. Auch der vereinsinterne Expertenkurs im Juli widmete sich der Bewertung und den aktuellen Beurteilungsformularen. Ein besonderes Highlight war die Reise in die Lüneburger Heide im Juli, an der 24 Personen teilnahmen und insgesamt 21 Heidschnucken für die Zucht erworben wurden. Nach einer mehrwöchigen Quarantäne in Deutschland und weiteren drei Wochen Quarantäne in der Schweiz konnten die Tiere am 11. Oktober rechtzeitig für die Decksaison an ihre neuen Besitzer übergeben werden. Die Heidschnucken-Bewertungen fanden wiederum im Herbst statt, wobei an der Schau in Sigriswil und bei den Hofbewertungen insgesamt 307 Tiere beurteilt wurden. Auch beim SSZV war unser Verein aktiv vertreten, unter anderem an der Delegiertenversammlung, am Expertenkurs in Grangeneuve und an der Suisse Tier in Luzern. Besonders erfreulich war die Präsentation von vier Heidschnucken an der Suisse Tier durch Hans Bracher, wobei die 11-jährige Winova für ihre beeindruckende Lebensleistung von 18 Lämmern geehrt wurde. Insgesamt war 2025 ein bewegtes und erfolgreiches Vereinsjahr, das durch viel Engagement, gute Zusammenarbeit und einen wichtigen Schritt für die Zukunft unserer Heidschnuckenzucht geprägt war.